Einbau

Verarbeitung Schritt für Schritt.

Voraussetzungen, Vorbereitung und Ausführung bestimmen die Qualität der fertigen Fuge. Für die Ausführung sind technisches Merkblatt und Verarbeitungsanleitung maßgeblich.

Produktbeschreibung
/ Hinweise.

TERRABOND ist staubarm eingestellt und lässt sich daher sehr einfach und sauber verarbeiten. Die rückstandsfreie Reinigung auch auf rauen Steinoberflächen wird erheblich erleichtert.

Mit TERRABOND wird eine stabile Verfugung erreicht, die jedoch nicht mit einer Mörtelfuge vergleichbar ist.

TERRABOND bindet flexibel ab, daher eignet es sich optimal für die Verfugung von Pflasterflächen und Plattenbelägen in ungebundener Bauweise.

Der Aufbau der Pflasterfläche muss entsprechend der tatsächlichen Belastung ausgelegt, dauerhaft tragfähig und wasserdurchlässig sein und ein ausreichendes Oberflächengefälle aufweisen.

Der Stand der Technik im Pflasterbau und die Herstellerhinweise der Platten- und Pflasterbeläge sind zu beachten.

Bei bereits verfugten Pflasterflächen die Fugen mit ölfreier Druckluft oder durch Auskratzen und Aussaugen auf eine Tiefe von mindestens 4 cm freilegen.

Fugen mit mehr als 4 cm Tiefe können mit einem geeigneten drainfähigen Material vorgefüllt werden.

Verschmutzungen oder Verfärbungen auf der Steinoberfläche vor der Verfugung unter Verwendung geeigneter Reinigungsmittel entfernen.

Die Eignung für das jeweilige Objekt ist grundsätzlich durch das Anlegen einer Musterfläche zu prüfen.

TERRABOND eignet sich nicht für wasserundurchlässige Aufbauten, in Mörtel verlegte Steine oder für Flächen mit Dauernassbelastung.

Je nach Art der Pflasterung, Nutzung und Reinigung der Fläche kann es im Laufe der Zeit zu Abnutzungserscheinungen oder Fehlstellen der Verfugung kommen. Diese können auch nach Jahren mit geringem Aufwand ausgebessert werden.

Vor dem Einbau

Voraussetzungen.

  • 01

    Luft- und Objekttemperatur mindestens +8 °C, trockene Witterung

  • 02

    Fugenbreiten ab 2 mm, Fugentiefe mindestens 40 mm

  • 03

    Ungebundene, drainfähige Bauweise

  • 04

    Nutzungskategorie N1 bis N3 nach ZTV-Wegebau

  • 05

    Öffentliche Flächen: bis BK 1,8 nach RStO 12

  • 06

    Keine Dauernassbelastung

  • 07

    Keine intensive maschinelle Reinigung

Verarbeitung
in sechs Schritten.

Die Arbeitsschritte vollständig und in der angegebenen Reihenfolge ausführen.

01

Material trocken einkehren

Die Steinoberfläche und Flanken müssen vor und während der Verarbeitung trocken sein.

Feuchtigkeit aktiviert sofort das Bindemittel im Produkt, was zu Rückständen auf der Steinoberfläche führen kann.

Restfeuchte Steinoberflächen können vor der Verfugung z. B. mit einem Gasbrenner getrocknet werden.

TERRABOND wird verarbeitungsfertig geliefert und direkt aus dem Gebinde auf der Fläche verteilt und in die Fugen eingekehrt.

02

Material gleichmäßig verdichten

Fläche abkehren und mit kleiner Rüttelplatte (80–120 kg) mit Schutzmatte verdichten. Platten mit Rollenrüttler* oder bei kleinen Flächen mit Gummihammer gründlich verdichten.

Diesen Schritt sehr sorgfältig ausführen, um eine stabile und dauerhafte Verfugung herzustellen. Verdichtung prüfen: Fingerprobe, Material darf nicht mehr nachgeben.

03

Fugenraum auffüllen

TERRABOND erneut bis zur gewünschten Füllhöhe einkehren und verdichten. Die Fugen bis maximal 2 mm unter Steinoberkante – bei gefasten Steinen bis zur Unterkante der Fase – füllen.

04

Oberfläche sauber abkehren

Die Steinoberfläche mit einem weichen, sauberen und trockenen Besen rückstandsfrei abkehren.

Die Steinoberfläche kann, insbesondere bei rauen Steinen, zusätzlich mit einem Laubbläser vorsichtig gereinigt werden.

05

Bindemittel aktivieren

Die Fläche in kleinen Abschnitten, beginnend am tiefsten Punkt, gleichmäßig unter Verwendung einer einstellbaren Düse mit weichem Brausestrahl satt mit sauberem Wasser besprühen/beregnen. Dabei kein Material aus der Fuge ausspülen.

Vorgang mehrfach wiederholen, bis das Fugenmaterial auf ganzer Fülltiefe mit Wasser gesättigt ist. Die Fläche dabei nicht überfluten oder zwischenzeitlich vollständig antrocknen lassen.

Probe: Mit einem Spachtel o. Ä. das Fugenmaterial an mehreren Stellen auf vollständige Durchfeuchtung prüfen.

Falls vorhanden, Materialreste von der Steinoberfläche in die Fugen oder über den Rand der Fläche spülen.

Pfützenbildung vermeiden, stehendes Wasser oder Materialrückstände mit Schwamm, Gummischieber oder Laubbläser entfernen.

Tritt beim Bewässern eine Schaumbildung auf, den Wasserdruck reduzieren und die Fläche abschließend nochmals drucklos vollständig abspülen.

Verbleibende, angetrocknete Rückstände können einen Schleier auf der Pflasteroberfläche verursachen. Dieser ist nur mit erheblichem Aufwand und speziellen Reinigern zu entfernen.

06

Trocknen lassen – fertig

TERRABOND muss vollständig durchtrocknen, um optimal abzubinden. Dies kann je nach Witterung mehrere Tage dauern.

Nach 3 Stunden regenfest und begehbar.

Bei trockener Witterung nicht abdecken, damit die Fuge durchtrocknen kann.

Befahrbar nach ca. drei Tagen* (je nach Witterung und Temperatur).

* Informationen zur Verdichtung von Plattenbelägen mit dem ROX-TOOLS Rollenrüttler. Die Befahrbarkeit ist abhängig von Witterung und Temperatur.

Verarbeitung
in Bildern.

Die vollständige Verarbeitung als zusammenhängende Bildfolge von der freien Fuge bis zur getrockneten Fläche.

01Freie Fugen vorbereiten
Betonsteinpflasterfläche mit vollständig freien Fugen vor dem Einbringen von TERRABOND
02TERRABOND trocken einfegen
TERRABOND wird trocken in die freien Fugen der Betonsteinpflasterfläche eingefegt
03Mit Schutzmatte abrütteln
Betonsteinpflasterfläche wird mit einer Rüttelplatte und fest montierter Schutzmatte gleichmäßig abgerüttelt
04Rückstandsfrei abkehren
Die Steinoberfläche der gefüllten Pflasterfläche wird vollständig und rückstandsfrei abgekehrt
05Mit weichem Sprühstrahl wässern
Die Pflasterfläche wird gleichmäßig mit einem weichen Sprühstrahl gewässert
06Fertig nach der Trocknung
Fertig verfugte Betonsteinpflasterfläche nach vollständiger Trocknung

Praxis, Reinigung
und Ausbesserung.

Hinweise für Plattenbeläge, die spätere Pflege und die fachgerechte Ergänzung von Fugenmaterial.

Praxis-Tipp

Plattenbeläge

Bei Plattenbelägen, die nicht abgerüttelt werden können, um die Fuge zu verdichten, kann die Verfugung auch in zwei Lagen ausgeführt werden. Dazu wird beim Wässern abgesacktes Material nach dem vollständigen Abtrocknen der Fläche ergänzt und erneut gewässert.

Bei großen Platten mit schmalen Fugen das Wasser mit einem Sprühgerät/Drucksprüher gezielt nur auf die Fugen sprühen, bis diese vollständig gesättigt sind.

Pflege

Bedarfsreinigung

Die Reinigung mit Besen, Laubbläser oder Wasserstrahl ist bei vollständig abgebundenem Material problemlos möglich.

Pflege

Hochdruckreiniger

Maximal 80 bar und Flachstrahldüse verwenden, keine Rotordüse. Abstand von mindestens 30 cm zur Steinoberfläche einhalten.

Sollte dabei Fugenmaterial ausgespült werden, kann dieses nach Abtrocknen der Fläche problemlos ausgebessert werden.

Instandsetzung

Ausbesserung

Bei Ausbesserungen muss neu eingebrachtes TERRABOND nach Vorbereitung, Einbringen und Verdichten wieder vollständig bewässert und aktiviert werden. Es reicht nicht, neues Material nur einzukehren.

Objektprüfung

Testfläche anlegen

Wenn für die Kombination von TERRABOND HPF und dem zu verfugenden Pflasterbelag noch keine Erfahrungswerte vorliegen, empfehlen wir dringend das Anlegen einer Testfläche, um die Eignung der Materialien zu prüfen.

Unterlagen und Beratung

Vor dem Einbau prüfen.

Die vollständigen Verarbeitungshinweise, das technische Merkblatt und Hinweise zu Werkzeugen stehen als Download bereit.

Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, helfen wir Ihnen gerne.