Die Arbeitsschritte ↘
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TERRABOND · VERARBEITUNGSANLEITUNG

TERRABOND.
Richtig verarbeiten.

TERRABOND richtig verarbeiten: Vom Prüfen der Fugen bis zur fertigen Pflasterfläche. Jeder Handgriff, klar erklärt.

Zur Anleitung ↘
Fugentiefe kontrollieren
01 — 09Fugentiefe kontrollieren

Bevor es losgeht

✓Mindestens +8 °C
✓Fugen ab 2 mm Breite
✓Mindestens 40 mm Fugentiefe
✓Trockene Oberfläche und Fugenflanken

Luft- und Objekttemperatur beachten. Der Aufbau muss dauerhaft tragfähig, wasserdurchlässig und auf die Belastung ausgelegt sein; ein ausreichendes Oberflächengefälle ist erforderlich. Nur für ungebundene Bauweise, nicht für in Mörtel verlegte Steine, wasserundurchlässige Aufbauten oder Dauernassbelastung. Keine intensive maschinelle Reinigung. Eignung mit einer Musterfläche prüfen und die Herstellerhinweise des Belags beachten. Nach der Verarbeitung sind zwei frostfreie Tage erforderlich. Persönliche Schutzausrüstung gemäß den Sicherheitshinweisen auf dem Gebinde verwenden.

Passende Materialsorte wählen: HPF 701 für 2–12 mm, HPF 705 für 8–30 mm, HPF 725 ab 12 mm Fugenbreite. Grundlage: Technisches Merkblatt 01/2026.

01 — 09

Die Arbeitsschritte

In dieser Reihenfolge ausführen. Jeder Schritt zählt.

0 / 9 Schritte markiert
Fugentiefe kontrollieren01

Fugentiefe kontrollieren

Fugenbreite und freie Fugentiefe an mehreren Stellen prüfen. Die Fugen müssen mindestens 40 mm tief und mindestens 2 mm breit sein.

Darauf kommt es an

Die notwendige Tiefe muss für das Fugenmaterial frei sein.

Fugen und Fläche vorbereiten02

Fugen und Fläche vorbereiten

Altes Fugenmaterial mit ölfreier Druckluft oder durch Auskratzen und Aussaugen mindestens 4 cm tief entfernen. Tiefere Fugen können mit geeignetem drainfähigem Material vorgefüllt werden. Verschmutzungen vorher mit geeigneten Reinigungsmitteln entfernen.

Darauf kommt es an

Steinoberfläche und Fugenflanken müssen vor und während des trockenen Einbaus trocken sein.

TERRABOND trocken einkehren03

TERRABOND trocken einkehren

Das verarbeitungsfertige Material direkt aus dem Gebinde auf der trockenen Fläche verteilen und mit dem Besen in die Fugen einkehren.

Darauf kommt es an

Noch kein Wasser zugeben. Feuchtigkeit aktiviert das Bindemittel und kann Rückstände auf den Steinen verursachen.

Gründlich verdichten04

Gründlich verdichten

Fläche abkehren und mit kleiner Rüttelplatte (80–120 kg) mit befestigter, bündig sitzender Schutzmatte verdichten. Bei Plattenbelägen die passende Verdichtungsmethode wählen; Hinweise dazu stehen weiter unten.

Darauf kommt es an

Fingerprobe: Das Material darf nicht mehr nachgeben.

Nachfüllen und erneut verdichten05

Nachfüllen und erneut verdichten

TERRABOND erneut bis zur gewünschten Füllhöhe einkehren und verdichten. Bis maximal 2 mm unter Steinoberkante auffüllen; bei gefasten Steinen bis zur Unterkante der Fase.

Darauf kommt es an

Füllhöhe und Verdichtung kontrollieren.

Oberfläche rückstandsfrei abkehren06

Oberfläche rückstandsfrei abkehren

Mit einem weichen, sauberen und trockenen Besen alle Materialreste von den Steinoberflächen entfernen. Bei rauen Oberflächen kann zusätzlich vorsichtig ein Laubbläser verwendet werden.

Darauf kommt es an

Vor dem Wässern müssen die Steinoberflächen sauber sein.

Mit weichem Brausestrahl wässern07

Mit weichem Brausestrahl wässern

Am tiefsten Punkt beginnen. Kleine Abschnitte mit sauberem Wasser und weichem Brausestrahl satt beregnen. Mehrfach wiederholen, bis das Material auf ganzer Fülltiefe gesättigt ist. Nicht überfluten und zwischenzeitlich nicht vollständig antrocknen lassen.

Darauf kommt es an

Kein Material ausspülen. Pfützen und Materialreste mit Schwamm, Gummischieber oder Laubbläser entfernen. Bei Schaum Wasserdruck reduzieren und abschließend drucklos vollständig abspülen.

Durchfeuchtung prüfen08

Durchfeuchtung prüfen

An mehreren Stellen mit einem Spachtel oder einem ähnlichen Werkzeug prüfen, ob das Fugenmaterial auf ganzer Fülltiefe durchfeuchtet ist. Falls nötig, weiter vorsichtig bewässern.

Darauf kommt es an

Nur eine nasse Oberfläche reicht nicht. Materialreste abspülen, bevor sie antrocknen und einen schwer entfernbaren Schleier bilden.

Vollständig trocknen lassen09

Vollständig trocknen lassen

TERRABOND muss vollständig durchtrocknen, um optimal abzubinden. Das kann je nach Witterung mehrere Tage dauern. Bei trockener Witterung nicht abdecken. Die Fläche in den ersten drei Stunden nicht betreten und gegebenenfalls vor Regen schützen.

Darauf kommt es an

Nach 3 Stunden regenfest und begehbar. Befahrbar nach ca. drei Tagen, abhängig von Witterung und Temperatur.

Besondere Ausführung und spätere Pflege

Plattenbeläge

Platten mit geeignetem Rollenrüttler oder bei kleinen Flächen mit Gummihammer gründlich verdichten. Wenn Abrütteln nicht möglich ist, kann in zwei Lagen gearbeitet werden: Nach dem Wässern abgesacktes Material erst nach vollständigem Abtrocknen ergänzen und erneut wässern. Bei großen Platten mit schmalen Fugen das Wasser mit einem Drucksprüher gezielt auf die Fugen geben.

Reinigung und Ausbesserung

Erst vollständig abgebundenes Material reinigen. Bei Hochdruckreinigung maximal 80 bar, Flachstrahldüse und mindestens 30 cm Abstand; keine Rotordüse. Fehlstellen nach dem Abtrocknen ergänzen, erneut verdichten und vollständig bewässern. Nur Einkehren reicht nicht.

TERRABOND

Die vollständigen Unterlagen

Grundlage dieser Anleitung ist das technische Merkblatt für TERRABOND HPF 701 / 705 / 725, Stand Januar 2026. Es enthält die vollständigen Verarbeitungshinweise und technischen Daten.

Illustrationen dienen der Veranschaulichung. Maße und Ausführungsdetails ergeben sich aus dem Text und den technischen Unterlagen.